Bauwerksprüfung durch die Bevölkerung – Das neue Prinzip CrowdInspect👥📱
Der Fachkräftemangel macht auch vor der Bauwerksprüfung nicht halt. Immer weniger qualifizierte Ingenieure stehen einer stetig wachsenden Zahl zu prüfender Brücken, Stützwände und Tunnel gegenüber.
Eine neue Initiative soll dieses Problem nun lösen: Die Bauwerksprüfung wird künftig teilweise durch die Bevölkerung unterstützt.
Im Rahmen des Programms CrowdInspect können Bürgerinnen und Bürger Schäden an Bauwerken künftig direkt über ein Onlineportal melden. Ein Foto mit dem Smartphone genügt und die fachliche Bewertung erfolgt anschließend durch den Bauwerksprüfer.
Damit alle Meldungen möglichst einheitlich erfolgen, werden einfache Bewertungskriterien eingeführt:
1. Rissbreite: von „Haarriss“, bis „passt eine Hand rein“.
2. Korrosionszustand: „leicht rostig“ bis „wie Blätterteig“
3. Betonabplatzungen: „Krümelt leicht“, „faustgroß“ oder „sollte man vielleicht nicht darunter parken“.
4. Geräuschprüfung: Ein kräftiger Tritt oder Klopfen gegen das Bauteil liefert zusätzliche akustische Hinweise.
5. Standsicherheit: Optional können Bürger direkt einschätzen, ob sich ein Bauwerk „stabil anfühlt“.
Die Aufgabe der Bauwerksprüfer beschränkt sich künftig auf die Auswertung der eingehenden Meldungen, die Priorisierung der Schäden und gelegentliche Vor-Ort-Kontrollen. Damit wird die Bauwerksprüfung nicht nur effizienter, sondern auch deutlich bürgernäher.
Keine Panik. Im Ingenieurbüro Kloos setzen wir weiterhin auf klassische Bauwerksprüfung. Mit Fachwissen, Erfahrung und ganz ohne subjektive Kriterien.
Wir wünschen einen frohen 1. April.


